Käsefest
Wertach, Allgäu
26.05.2013
Die CubaBoarischen
Berchtesgaden
15.06.2013
SALOMON 4 TRAILS
Garmisch-Partenkirchen
10.-13.07.2013
Festwoche
Garmisch
27.07.-04.08.2013
Ufer- und Fischerfest
Murnau
Juli - August 2013
Sommerfest- woche
Lenggries
09.-19.08.2013
Musiksommer
Mittenwald
bis Oktober 2013
Romy Schneider
Sonderausstellung in Berchtesgaden
bis 31.10.2013
Es gibt keinen Weg. Die mächtigen Felsen der Berchtesgadener Alpen fallen fast senkrecht zum Ufer des Königssees hinab, der an seiner tiefsten Stelle 192 Meter misst. Wer die beeindruckende Naturkulisse rund um den schönsten Gebirgssee Bayerns entdecken möchte, muss das Boot nehmen.
Zur Hochsaison starten die 18 Boote der Flotte im 10-Minuten-Takt von der Anlegestelle an der Seelände und befördern bis zu 5000 Personen täglich. In einer halben Stunde ist die Halbinsel St. Bartholomä erreicht, hinter der die ehrfurchtgebietende Watzmann-Ostwand aufragt. Neben der dem heiligen Bartholomäus gewidmeten barocken Wallfahrtskirche – mit ihren berühmten weinroten Zwiebeltürmen eines der weltweit meistfotografierten Motive überhaupt – lockt ein Abstecher ins königliche Jagdschloss, in dem heute eine typisch bayerische Gaststätte nebst Biergarten zum Verweilen einlädt.
Empfehlenswert ist auch ein Abstecher zur 400 Jahre alten Räucherkammer, in der der Fischer vom Königssee nach alter Tradition kleine Seesaiblinge in „Schwarzreiter“ verwandelt, indem er sie über Buchenholz räuchert – eine Spezialität, die es nur am Königssee gibt. Wer möchte, kann auf St. Bartholomä an einer landschaftskundlichen Führung teilnehmen oder mit dem Nationalpark-Ranger in die seltene Tier- und Pflanzenwelt der Halbinsel vordringen. Einen Überblick über Angebote und Termine gibt’s vor Ort in der Nationalpark-Informationsstelle und im Internet unter www.nationalpark-berchtesgaden.de.
In weiteren 20 Bootsminuten ist die Haltestelle Salet erreicht, das hintere Ende des acht Kilometer langen Königssees und der Eingang zum Naturparadies des Nationalparks Berchtesgaden. Als erstes Highlight präsentiert sich hier der Obersee, der einst durch eine Moräne vom Königssee getrennt wurde. Vom südlichen Ende des Obersees sind es dann noch etwa 30 Gehminuten zum Röthbach-Wasserfall, dem höchsten seiner Art in Deutschland: Über 400 Meter stürzen die Wassermassen die Felsen hinab.
Bei Bedarf halten die Boote für Bergwanderer am Kessel an: Wer über ausreichend Kondition verfügt, kann sich von hier aus auf den Pfad zur idyllischen Königsbachalm (1200 Meter) begeben und weiter zur Gotzenalm (1685 Meter). Diese Tour gehört zu den absoluten Wander-Klassikern im Berchtesgadener Land, nicht zuletzt wegen des traumhaften Panoramas, das vom flachen Hochkönigsplateau über die Pyramide der Schönfeldspitze bis zur gegenüber aufragenden Watzmann-Ostwand reicht. Wer den winzigen Aufstieg zur Aussichtskanzel des Feuerpalfen (1700 Meter) noch in Kauf nimmt, wird mit einem Bilderbuchblick auf den türkis schimmernden Königssee und die Zwiebeltürme von St. Bartholomä belohnt.
Übrigens: Nicht nur Urlauber schippern über den Königssee, auch die einheimischen Kühe. Alljährlich im Frühsommer treten sie die Bootsreise zu den saftigen Almen im Nationalpark an, um im Herbst wieder übers Wasser in die heimischen Ställe zurückzukommen. Wenn sie wieder festen Boden unter den Hufen haben, werden sie geschmückt – selbstverständlich nur, sofern die Saison über nichts passiert ist. Wer sich den ungewöhnlichen Almabtrieb anschauen möchte, hat Anfang Oktober Gelegenheit dazu.
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